All day 24/7

Hey liebe Leute,

Nun heute geht es um meinen wöchentlichen Tagesrhythmus. Den möchte ich gerne mit euch teilen, dass ihr so halbwegs verstehen könnt, warum die Texte in letzter Zeit mehr als rar ausgefallen sind. Dafür entschuldige ich mich bei alle denen, die meinen Blog aufmerksam und gespannt verfolgen, was ich sehr hochschätze. Ich werde versuchen in nächster Zeit mehr zu bringen.

Nun fangen wir mal mit dem Dienstag an. Und da fangen die ersten schon zu grübeln an, da doch der Anfang der Woche am Montag ist. Also, warum fängt er am Dienstag an?? Blöd irgendwie? Ver“Trump“elt (wer den jetzt verstanden hat, lasst nen Kommentar da).

Ne, also bei mir ist Dienstag wirklich mein Schulanfang der Woche bis Freitag. Ja alle neidischen Freunde, die das jetzt lesen, vertun sich nicht, es ist nur eine 4-Tage-Schule. Also mehr Freizeit, warum kommen dann die Texte nicht wie am Fließband?

Anderer TIMUR! Sei still, dich hat gerade keiner gefragt und sei jetzt leise, war noch nicht fertig.

Nun, durch den einen Tag weniger Schule, sind die Pausenzeiten von einer halben Stunde auf zwei Minuten eingekürzt sowie die Hausaufgabenstunde ganz gestrichen. Das macht es ziemlich schwierig, Hausaufgaben und den anderen Kram unter einen Hut zu bringen. Doch dazu später mehr.

Auf jeden Fall muss man es einen großen Vorteil nennen; jedes Jahr wählt man seine Fächer am Anfang des Schuljahres und behält diese Tag für Tag bis zum Schuljahresschluss. Also, wie bei uns in Deutschland in der 11. und 12. Klasse haben die das von 6. bis 12. Klasse. Was ich persönlich viel besser finde. Keiner kann mit der Ausrede kommen, Hefter verwechselt, mit welchem Fach bitte?

Bevor ich spezifisch zu meinen Unterrichtsfächern kommen werde, möchte ich nur noch eins sagen: Die Stundenzeit eines Unterrichtsfachs beträgt nicht mehr als 1 Stunde!! Mathe und Chemie nur 45 – 60 durchhalten. Siehste Deutschland so macht man‘s (ne nur Spaß).

Also mein erstes Fach ist Englisch. Erstes Semester, mehr Grammatik, aber dann mehr als genüge von amerikanischer Literatur bis hin zu Britischer von Shakespeare mit Macbeth (sehr gute Story, empfehlenswert). Ist ziemlich unterhaltsam, aber die Lehrerin ist die Beste; trinkt Café und fragt ob wir denn genauso müde sind, wie sie. Und dann machen wir anstelle von Interpretationen (anscheinend wird man in jedem Land verfolgt von diesem Geist, dem Geist der Interpretation) eine Video-Stunde mit lustigen Videos oder Hausaufgaben und so.

Mein zweites Fach ist Amerikanische Geschichte. Wo ich wirklich sagen muss, dieser Geschichtslehrer hat was drauf: pädagogisch, als auch im Kopf. Anstelle von dummen Quellen-Arbeiten, wo sich der Schüler meistens einfach nur die Frage stellt, ob das jetzt mit zu den Notizen gehört oder nicht, gibt er die Notizen als Lückentext vor und hat die Antworten an der Tafel und redet gleichzeitig darüber. Also haben wir hier eine visuelle, motorische und auditive Wiederholung des neu gelernten Stoffes. Ziemlich clever. Musste bei ihm noch kein einziges Mal lernen und stehe auf A (= 1,0). Find ich gut. (Nochmal Deutschland, so macht man´s richtig!)

Danach geht´s für mich immer zum Chor. Und ehrlich gesagt, fällt mir keine bessere Beschreibung für den Musiklehrer ein, als eine lustige Mischung aus Herrn Buchheim und der musikalischen Seite von Norman Grüneberg (schöne Grüße an die Beiden). Meine Herrn, der Typ weiß, wovon er redet. Und Otis hat so was echt nötig. Wir machen jetzt nicht so typische Chorgesangsstücke, sondern mehr A-Cappella-Versionen von Pop-Songs. Ich mag’s und hatte sogar die Ehre, bei einem Volleyball-Spiel und einem Football-Spiel in Otis die Nationalhymne mit zwei Mädchen zu singen. Da war ich schon sehr stolz auf mich.

Nun die vierte Stunde. Die ist mehr eine Art Lehrerhilfe, wo man einem Lehrer aushilft und so seine sozialen Kompetenzen verbessert. (Nochmal Deutschland, so wird´s gemacht!) Denn ich sehe darin mehr als nur das Potenzial, eine gute Hilfe zu sein und sich innerlich zu verbessern. Nein, durch solche Aktionen wirst Du aufs spätere Leben vorbereitet mit Praxis. Auf jeden Fall bin ich bei einer netten Lehrerein, die sich in einem Anbau der Hauptschule (also Zweitgebäude) um den Kindergarten kümmert. Und mein Gott, sind die knuffig, nett und lieb und einfach nur zum knuddeln. Auch wenn die Namen manchmal sehr interessant sind (Hunter, Jayden (Junge), Temparence (Mädchen) usw.).

Als fünftes Fach ist dann Chemie dran. Und wer mich persönlich gut kennt, der weiß genau, dass Chemie nicht meine erste Wahl gewesen wäre. War aber nichts anderes Interessantes da. Also musste ich es nehmen und ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie er es macht, unser halbblinder sau cool Typ von Chemielehrer. Aber, durch ihn hat sich der Schleier über dem Mysterium Chemie so halbwegs gelüftet und ich verstehe es nun endlich (okay, irgendwann ist auch gut mit dem Satz, letztes Mal also: So macht man´s Deutschland).

Danach gibt es dann Mittagspause von 45 Minuten mit einem sehr abwechslungsreichen und guten Essen, von Tacco, zu Burger über Spaghetti und zu Mac&Cheese und French Fried Chicken.

Also über das Essen hier in den USA darf man sich echt nicht beschweren, meine Herrn da ist wirklich fast alles lecker. Und selbst die irrwitzigsten Kombinationen wie zum Beispiel Eis mit Rootbeer also Malzbier, schmecken sehr interessant.

Nach der Mittagspause geht es dann in den Mathe Algebra 2 Unterricht, bei dem ich manchmal so den absoluten Durchblick habe und dann mir so im nächsten Augenblick denke, wie jetzt WWWAAASSS!?!?!?! Confused?!?! So aber ich halte mich immerhin auf einem guten B (= 2) mit dem Stoff, den ich kannte und den selbst meine Freunde in Deutschland noch nicht kennengelernt haben.

Danach darf ich mich in Sport dann endlich bewegen. Obwohl ich Sport eher auf rumalbern und Spaß haben einschränken sollte, denn es gibt hier in Sport keine Noten, also hat man einfach nur Spaß zusammen.

Und dann geht´s total stinkend und verschwitzt zum letzten Unterricht: Band. Und ehrlich gesagt; auch der langweiligste. Ich persönlich lerne nichts Neues. Die meisten hier haben so Bläserklasse-Pfiffige-Musikusse-Niveau. Und es gibt nur eine Flötisten, die wirklich gut ist und genauso gelangweilt wie ich. Schlussfolgerung: Timur gelangweilt, Aufgabe bekommen, Solo raussuchen. Jeder. Timur wird verrückt und muss bis April den Türkischen Marsch auf dem Sousaphon hinkriegen. Und dieses alte Stück Blech gefällt mir ja mal gar nicht, mir fehlt mein Balthasar, meine Tuba. Flenn, flenn.

Doch zum Weinen bleibt keine Zeit, denn danach fängt noch mehr Schweißvergießen an. Im Training. Anfangs American Football nun Basketball. Und Beides hält mich auf Trapp. Also, was wir in Deutschland als Training machen, ist ein Witz hier. Auf jeden Fall zwei Stunden volles Auspowern und zu Hause ankommen und essen und einfach nur halbtot ins Bett fallen. Hausaufgaben machen, am Handy oder am Computer spielen, um auszuklingen und dann schlafen. Dass ist so ein normaler Schultag.

Nun, ich habe am Anfang gesagt, fangen wir mit dem Dienstag an. Ich werde jetzt nicht für die restlichen Schultage den selben Text verwenden. Es kommen jetzt einfach welche übers Wochenende und so. Aber bis dahin, nicht vergessen:

Fortsetzung folgt …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.