Prom

Hey Leute,

nun bin ich seit letzten Donnerstag wieder in Deutschland.

Dennoch möchte ich von ein paar Highlights berichten und vielleicht ein paar Dinge erklären, welche in meinem Blog noch nicht erwähnt wurden.

Und ein Höhepunkt ist mit Sicherheit der „Prom“. Das ist der amerikanische Abschlussball der Zwölfklässler, zusammen mit den Schülern der elften Klasse.

Wie das ganze abläuft sieht wie folgt aus. Der Junge bittet das Mädchen, das er sich für diesen Ball wünscht, es ausführen zu dürfen. Wenn das Mädchen jedoch „Nein“ sagt, was meist nur vorkommt, wenn sie schon einen Partner hat oder ihn nicht mag, dann hat der Junge verschiedene Optionen. A: ein neues Mädchen suchen oder B: Pech haben.

Nun ich hatte Glück, dass meine Partnerin von Anfang an „Ja“ sagte und ich mir um andere Optionen nie einen Kopf machen musste. Glück gehabt!

Meine Partnerin, Madison Thompson, war mit mir in der Schulband und hat hier die Querflöte gespielt. Mit Sicherheit war sie eine der Besten im Orchester. Nun, sie war sehr nett und überhaupt waren wir gut befreundet. Da habe ich sie dann halt einfach gefragt und sie hat ja gesagt.

Dann war es meine Aufgabe, mir einen passenden Anzug für ihr Kleid herauszusuchen. Und ich muss sagen, dass mir dieser graue Anzug sehr gut stand und perfekt zu ihrem roten Kleid passte. Schaut auf die Fotos!

Am Tag des Balls wurde ich von ihrem Vater in einem Oldtimer, einer supertollen Corvette abgeholt. Und wie das Wort schon sagt, der Schlitten war wirklich alt. Und trotzdem so geil!!

Vor dem Ball wurden wir zum Essen kutschiert und haben dort ordentlich diniert. Mit leckerem Fleisch, einer guten Ofenkartoffel und verdammt gutem Käsekuchen.

Bei dem Ball danach ging es am Anfang sehr ordentlich und anständig zu. Es wurden Bilder von den Pärchen gemacht und dann haben alle Schüler ihre noch anwesenden Eltern freundlich aus der Schule gewiesen, wo der Ball dann auch stattfand.

Und als alle Eltern verschwanden, kam dann heraus, dass der Ball eher eine Disko war mit Zwischeneinlagen von Paartänzen. wie gut, dass ich in Deutschland eine Tanzschule besucht hatte. Ich fand den Abschlussball sehr schön. Dennoch dachte ich darüber nach wie man so etwas in Deutschland wohl macht….mhh gar nicht so.in Deutschland gibt es einen Abiball, welchen die Schüler sich allein organisieren müssen und nur für 12.Klasse. Zu dem Ball in Amerika durften alle ab 9ter Klasse. Fand ich cool. Der Abend hat sich dann entspannt nach drei Stunden Tanz und wir alle waren ein wenig fertig. Doch plötzlich ging es richtig los. Und zwar hatten ein paar Schüler aus meiner Klasse die Idee, doch für alle Schüler und Schülerinnen die Sporthalle freizugeben um dort dann ein paar Spiele zu machen. Das bedeutete, dass ich an diesem bzw. am nächsten Tag erst um 4 Uhr nach Hause kam…

Uff,.. das war ein unvergesslicher, anstrengender und aufregender Abend zu gleich.

Ich hoffe, Euch einen kleinen Einblick gegeben habe , was der Prom ist und wie ich diesen Otis, Colorado, mit meiner Klasse bzw. Schule gefeiert habe.

Und wir sehen uns beim nächsten Mal…

Fortsetzung folgt…

„Saladbar“

Hey liebe Leute ich bin wieder zurück.

Also noch nicht in Deutschland. Aber bald!

Nein, ich melde mich mit einem neuen Blog mal wieder.

Nun, der heutige Titel kann ein wenig irritierend  wirken oder verwundernd, aber die Fragezeichen werden alle geklärt und sich in Luft aufgelöst haben.

Im Grunde genommen handelt es sich dabei um eine Linie aus Nummern an der Decke eines Zeltes. Und jetzt denken sich bestimmt alle: „Wo zum Henker will er denn bitte hin mit dem Satz jetzt. ich bin total ausgestiegen. Ich höre auf weiterzulesen!“

Liebe Leute bleibt noch eine Weile und ihr werdet verstehen.

Also hier in den US und A gibt es in den Schulen Saisonsport. Was bedeutet, dass man am Anfang Football (Jungs) oder Volleyball (Mädchen) macht. Dann wechselt man jedoch so um die Winterzeit, da es draußen recht kalt werden kann. Also zu kalt um sich in Football-Montur die Köpfe einzurennen. In der Winterzeit genießt man dann den schönen erdrückenden Duft von Schweiß und Essen (bei Spielen nicht beim Training) bei einer Runde Kaboom boom Basketball!! Yeah…

Lasst uns weitermachen. Nun nach dem Basketball Fieber geht’s im Frühling mit Baseball…und oder Track weiter.

„Track?!?!?!? Was will er denn jetzt sagen. und was hat das mit einer Saladbar zu tun?!?

Wartet es ab meine Leseratten. Es kommt ja gleich.

Was Baseball ist, wissen ja die meisten. Ein Sport, in dem man versucht, eine geworfene Todeskugel mit einem noch tödlicheren Aluminiumschläger (Meist nur bekannt durch gute oder schlechte Zombiefilme. Ziemlich gute Nahkampfwaffe in einer zombie-infizierten Welt und Du nicht unbedingt mit einem Navy Seal Messer ausgestattet bist.) zu  treffen. Dann wird im Viereck gerannt und man versucht, nicht getroffen zu werden von dem gegnerischen Team, welches versucht den Ball zu fangen und den Spieler der gerade läuft mit geschickten Manövern auszuschalten. Keine Ahnung ich habe es nie gespielt. Diejenigen die es jedoch gemacht haben (ja auch sie haben es nicht ins Championship Finale geschafft) sagten, dass es ziemlich interessant sei zu spielen. Ich habe zugesehen und dachte wie Golf öde und langweilig zuzusehen. das ist aber nur meine persönliche Meinung. vielleicht sollte ich es doch einmal versuchen. 

Auf jeden Fall möchte ich jetzt auch noch Track erklären und dann können wir endlich zur Saladbar kommen.

„Warum hast Du nicht einfach zwei Blogeinträge gemacht, um uns in dem einen die Sportarten zu erklären und in dem jetzigen Eintrag, mit dem Hintergrundwissen vom letzten über den Sport, uns die Saladbar erklären?“

Ganz einfach, um Spannung aufzubauen und da ich weiß, dass ihr alle so hungrige Informationsesser seid, kann ich davon ausgehen, dass ihr den etwas längeren Text auch mal überlebt.

Okay also Track ist definitiv einfacher zu erklären als Baseball, es bedeutet im deutschen Crosslauf.  Also RENNEN!!!! Und damit meine ich viel Rennen. So ein Trainingstag sieht so aus, dass man mal so um knapp 2.000 bis 2.500 Meter sprinten darf.

„Der übertreibt doch total“

Nein! Heute zum Beispiel: ein 800m Sprint, ein 600m Sprint, ein 400m Sprint, ein 200m Sprint und ein 100m Sprint. Dazu kommen noch Warmmachläufe mit nochmal 100m Sprints und am Ende aus dem Block starten. Also dem Ding, wo du dich mit deinen Füßen reinstellst und dann herausexplodierst, wenn die Pistole ertönt. Das wären da so 5mal mit jeweils einem 50m Sprint. Also Matheprofis an den Start und rechnet es aus: also 2450 Meter. Das zehrt an den Kräften.

Nun bei den Meetings, also eine Art Treffen von verschieden Schulen, an denen die Athleten gegeneinander antreten, mache ich erst Weitsprung, dann 100m Sprint, dann 4 x Staffellauf und dann 200m Sprint. Und um ehrlich zu sein, könnten meine Zahlen besser sein, aber hier mal so ein kleiner Einblick auf meine Schneckenrekorde:

100 m Sprint 12,62 Sekunden Bester in der Liga: 11,43 Sekunden
200 m Sprint 25,62 Sekunden Bester in der Liga: 23,35 Sekunden
Staffellauf: (Also vier Jungs geben sich nach jeweils 100m den Stab weiter)
400 m 49,89 Sekunden Bestes Team unserer Liga: 35,76 Sekunden
Weitsprung 5.18 Meter Bester in meiner Liga: 5.79 Metern

Ihr könnt Euch ja selbst eine Meinung bilden.

Ich komme nun endlich zur “ Saladbar“.

Nun in dem Zelt für die Track- Sportler, wo du die Zeit verbringen kannst, wenn du gerade mal nicht rennen musst, gibt es seit ein paar Jahren im Inneren des Zeltes eine Reihe von Nummern (Sechs oder Neun), die in einer Reihe verlaufen und sozusagen eine Salatschale darstellen soll. Das Innere ist dann durchgemixt mit Zahlenformen, die man so aus den Zahlen von 1 bis 15 so machen kann. Und ja die Zahlen 8 und 1 wurden sehr „kreativ“ kombiniert.

Nun all das für eine kindische Idee?! Jap, ich finde es cool und lustig.

Oh und noch etwas, die Nummern bekommt man gleichlautend mit der Bahn, auf der man rennt. Die klebt man sich dann an seine Short, also…shorty shorts. Kurze Kurzhosen.Diese lassen lange Kerle wie mich aussehen, als ob wir gerade von einer Mädchenparty am Beach kommen und wir uns als Mädchen verkleidet haben. Hier in Amerika hat meinen kürzeren und passerenden Begriff dafür: Dushbag

Wie immer Leute, danke fürs lesen und denkt dran

Fortsetzung folgt

Vegas Baby

Hey Leute,

ich melde mich mal wieder nach einer sehr langen Zeit. Und um ehrlich zu sein, werden die kommenden Blogtexte auch die letzten sein, die hier rein kommen.Vielleicht noch einen ganz am Ende, als Art Zusammenfassung über das ganze Jahr.

Nun wie  der Titel schon erraten lässt, geht es in diesem Blog Text um meine Frühlingsferien.

Die habe ich mit meiner Gastfamilie – nach einer langen Autofahrt von knapp 14 Stunden – in der wunderbaren Stadt, die niemals schläft verbracht. Vegas Baby!! Las Vegas, eine wunderbare Stadt, doch dazu später mehr.

Der Trip nach Las Vegas war schon ein wunderbares Erlebnis. Da ich wusste, dass es in Las Vegas ziemlich warm werden würde, zog ich mir natürlich eine kurze Hose an. Nun Colorado hatte zu dieser Zeit gerade Hochsaison der Ski, also lag verdammt viel Schnee. Und ich kann euch nicht sagen wie komisch es ist, bei einer Tankstelle auszusteigen und ein paar Snacks zu kaufen, während jeder dort in voller Wintermontur steht und du dann halb Beach-Boy like mit kurzer Hose, kurzes Shirt und Flipp-Flops rumlatscht. Es war sehr komisch….so eine Situation, in der du nicht weißt wie du reagieren sollst.

Das wirklich beeindruckendste waren die schnellen, abrupten und einzigartigen Landschaftswechsel. Es war einfach atemberaubend zwischen einer Schlucht hindurchzufahren, auf der einen Seite den glitzernden Schnee, von der Sonne angestrahlt, zu betrachten, umgeben von Nadelbäumen und Wiese. Und auf der anderen Seite nicht einmal 50 Meter entfernt eine nahezu steppenartige Felswand, die danach lechzt, Wasser zu bekommen.

In Las Vegas selbst haben wir bei Freunden von Eddie übernachtet, die einen Swimming-Pool hatten und eine sehr kühle Wohnung. Was den Aufenthalt ziemlich angenehm gemacht hat in dieser wahnsinnigen Hitze.

Wir blieben in Vegas für genau fünf Tage: Mussten aber eine Nacht länger bleiben, da wir einen Schneesturm auf unserem Heimweg hatten und so die meisten Straßen gesperrt wurden, auf denen wir hätten fahren müssen.

Auf jeden Fall, habe ich in dieser Zeit verdammt viel von der Stadt gesehen. Bin das erste mal Auto gefahren, also Go-Kart, habe den Hoover-Damm gesehen und bin drüber gelaufen.Das große Ding, welches das Wasser und die Energie für ganz Las Vegas produziert und schon ziemlich viel Wasser verloren hat. Beeindruckend und gruselig zugleich. Dann habe ich noch die Stadt, die niemals schläft, auch während ihrer aktivsten Zeit (Nachts!! Surprise) besucht und ein Farben- und Lichtspiel besonderer Art gesehen. Man kann wirklich förmlich sehen wie viel Geld in all das reingesteckt wurde, nur um noch besser und verlockender auszusehen. Was soll denn jetzt was heißen? Na Casinos. Spielehallen voller Automaten des möglichen Glückes.

Es war eine wunderbare Zeit und ein sehr angenehmer Zeitvertreib in meinen kurzen Ferien von einer Woche. Nun auf dem Weg zurück habe ich die meiste Zeit nur geschlafen und damit meine ich wirklich wahrscheinlich 10 von den 14 Stunden.

Etwas aufregendes ist dann doch noch passiert, wir wären beinahe wieder in einen Schneesturm geraten, aber wir haben ihn um vielleicht 10 Minuten verpasst.

Wie immer Leute habt eine schöne Zeit wir sehen uns bald wieder, haltet die Ohren steif und denkt dran

Fortsetzung folgt….

Wahlkampf

„… oh say can you see, …“

In diesem Text möchte ich mal ein wenig politisch werden.

Ich werde auf den Wahlkampf in Amerika eingehen.

Ich werde Trumpel unterstützen …

Ich werde patriotisch ….

Ich werde …

Okay ich höre ja schon auf.

Also mal ganz im Ernst, was hier abgeht, ist nicht gerade besser als in Deutschland (was geht denn in Deutschland ab?? All diejenigen, die sich gerade diese Frage gestellt haben sollten, mal kurz ihre eigene Hand aufhalten, um nicht eine Gesichtsklatsche zu bekommen (wer es nicht rafft, kommt später)).

Um die Situation kurz zu erklären, für all diejenigen, die nicht wissen was hier abgeht.

Wir haben auf der Seite der liberalen Demokraten zur Wahl für den nächsten Präsidenten von Amerika die wunderhübsche (bitte nicht alles ernst nehmen) Hillary Clinton. Die meint, dass man doch weltoffener sein müsse, die Grenzkontrollen runterschrauben und fröhlich in flowerpower Welt leben soll.

Und auf der anderen Seite, der super; der unglaubliche; der unfehlbare; der sexy Donald Dagobert Duck, äh Trump. Obwohl da ist kein großer Unterschied. Ein Republikaner, der zu Geld hat. Einst Filmstar und jetzt immer noch so hässlich wie damals. Sein Selbstständiges Toupet spielt auch manchmal sehr gerne Stehaufmännchen und seine Ansicht über eine Mauer im Süden ist auch sehr fraglich.

Erst recht als Deutscher, da man dann dort bald nicht mehr singen kann: „auf der Straße nach Süüüüüden“.

Nun kommen wir zu meiner Meinung zu diesen beiden Heinzelmännchen. Den wahrscheinlichen Nominierungen für die zwei Parteien.

Als erstes muss ich ja mal sagen, dass egal, wer von den beiden gewinnen wird: es wird für Amerika ziemlich S****** aussehen (alle die nicht wissen, was dieses Wort bedeutet, es ist dieser nette Begriff für den lächelnden WhatsApp Kackhaufen/Eiscreme Smileys).

Warum ich das meine? Denn mit Hilary Clinton wird Amerika zu einem wehrlosen Staat gegenüber dem IS (oder anderen Terroristen).

Und mit Trump hat die Welt einen neuen Superstreber, der in dem Fach Superbösewicht und Superarsch eine 1,0 bekommen hat.

Ich meine, ich verstehe nicht, wie die Amerikaner ihn noch immer mögen können? Nach all dem rassistischem Mist, den er von sich gibt.

Also, ich will ja nur sagen: um Hillary gibt´s keinen Trubel, da es sich einfach nicht lohnen würde, ihr Aufmerksamkeit zu schenken. Aber Trump … Bei einer öffentlichen Rede in Gefahr zu geraten und dann die Proteste gegen ihn, obwohl er noch nicht mal gewählt worden wurde. Ganz schön peinlich, Amerika. Wir werden im November sehen, wie es sich entwickelt.

Fortsetzung folgt …

Valentinstag

Love is all around the place …

so war hier der Valentinstag …

… bunt, knallig und kitschig. Da denkt man das ganze Jahr über, dass die Amis doch nicht so überheblich sind und dann kommt der Valentinstag. Ein Tag der Liebe und Freude, eine Zeit, in der man Zeit mit seiner/seinem Liebsten verbringt.

Also, erst einmal sind solche Aktionen in meinen Augen überflüssig (imaginäres Ducken unter dem Schlag meiner Freundin (Erklärung kommt gleich)) und mit viel zu viel Trubel verbunden. Wenn man sich diesen einen Tag ausmacht, um deinem Partner zu zeigen, wie sehr du ihn magst oder wie sehr du ihn schätzt, dann ist diese Beziehung ziemlich traurig. Man sollte aus meiner Sicht jeden Tag zeigen, wie sehr man seinen Partner verehrt.

Auf jeden Fall zurück zum Thema. Valentinstag hier in Amerika wird wirklich so ernst genommen. Alles rosa, überall Herzen und kitschig überall wo du hinschaust.

Eigentlich ist es natürlich lustig, dem hier zuzuschauen und dann traurig darüber nachzudenken, dass man seine Zeit gerade nicht mit seiner Freundin verbringen kann …

Also, liebe Erwachsene denkt immer dran: immer schön jede Sekunde nutzen, um Zeiten des Streits besser zu überstehen.

Danke fürs Lesen, war zwar ein wenig kürzer dieses Mal, gab ja aber auch nicht so viel zu erzählen.

Bis bald.

Fortsetzung folgt …

Super Bowl!!!

Nun, liebe Leute, ich melde mich mal wieder.

Habe gar nicht mitbekommen, wie sehr ich das hier liegen lassen habe. Ich entschuldige mich dafür. Euch im Stich zu lassen, einsam auf dem Meer der Unwissenheit, ohne das Schiff mit dem Kapitän, der euch sicher und geradlinig zur Insel der Erleuchtung bringen würde. Ähm … genauso habt ihr darauf gewartet.

Auf jeden Fall möchte ich über ein sehr bewegendes Ereignis berichten. Ein Ereignis, das ganz Amerika bewegte, überraschte und aus den Socken fahren ließ.

Der SUPER BOWL!!!

Jeder der jetzt etwas Anderes erwartet hat, also dann … schaut mal in die Überschrift (Ding, ding, ding)

Nun auf jeden Fall muss ich mal sagen, dass der Super Bowl ein so geiles Ereignis ist, dass ich schon jetzt weiß, dass ich es nächstes Mal in Deutschland über Nacht schauen werde … Das wird lustig. 6 Stunden pures Männergerammel. Nur das ihr es jetzt nichts falsch versteht, ich meine Football, für alle die nicht wissen, was das ist.

Es ist das Season Finale des amerikanischen Footballs zwischen den zwei besten Teams.

Und das überraschendste in diesem Jahr war, dass es die Denver Broncos (Ding, ding ding, ich bin in Colorado mit der Hauptstadt Denver) in dieses Finale geschafft haben. Mit einem Quarterback (der wirft den Ball von der hinteren Linie aus auf aufeinander zu rennenden Angreifern und Verteidigern), der von den Medien als zu alt und schlecht bezeichnet wurde und dann im Finale als bester Spieler des Jahres festgelegt wurde … Auch schön!

Auf jeden Fall war es alles sehr emotional – letztes Jahr mit Peyton Manning (Bronco Quarterback) und dann ein Sieg des Teams von dem Staat, in dem ich lebe – ist schon ziemlich cool.

Und wie immer nach allen Texten …

Fortsetzung folgt …

All day 24/7

Hey liebe Leute,

Nun heute geht es um meinen wöchentlichen Tagesrhythmus. Den möchte ich gerne mit euch teilen, dass ihr so halbwegs verstehen könnt, warum die Texte in letzter Zeit mehr als rar ausgefallen sind. Dafür entschuldige ich mich bei alle denen, die meinen Blog aufmerksam und gespannt verfolgen, was ich sehr hochschätze. Ich werde versuchen in nächster Zeit mehr zu bringen.

Nun fangen wir mal mit dem Dienstag an. Und da fangen die ersten schon zu grübeln an, da doch der Anfang der Woche am Montag ist. Also, warum fängt er am Dienstag an?? Blöd irgendwie? Ver“Trump“elt (wer den jetzt verstanden hat, lasst nen Kommentar da).

Ne, also bei mir ist Dienstag wirklich mein Schulanfang der Woche bis Freitag. Ja alle neidischen Freunde, die das jetzt lesen, vertun sich nicht, es ist nur eine 4-Tage-Schule. Also mehr Freizeit, warum kommen dann die Texte nicht wie am Fließband?

Anderer TIMUR! Sei still, dich hat gerade keiner gefragt und sei jetzt leise, war noch nicht fertig.

Nun, durch den einen Tag weniger Schule, sind die Pausenzeiten von einer halben Stunde auf zwei Minuten eingekürzt sowie die Hausaufgabenstunde ganz gestrichen. Das macht es ziemlich schwierig, Hausaufgaben und den anderen Kram unter einen Hut zu bringen. Doch dazu später mehr.

Auf jeden Fall muss man es einen großen Vorteil nennen; jedes Jahr wählt man seine Fächer am Anfang des Schuljahres und behält diese Tag für Tag bis zum Schuljahresschluss. Also, wie bei uns in Deutschland in der 11. und 12. Klasse haben die das von 6. bis 12. Klasse. Was ich persönlich viel besser finde. Keiner kann mit der Ausrede kommen, Hefter verwechselt, mit welchem Fach bitte?

Bevor ich spezifisch zu meinen Unterrichtsfächern kommen werde, möchte ich nur noch eins sagen: Die Stundenzeit eines Unterrichtsfachs beträgt nicht mehr als 1 Stunde!! Mathe und Chemie nur 45 – 60 durchhalten. Siehste Deutschland so macht man‘s (ne nur Spaß).

Also mein erstes Fach ist Englisch. Erstes Semester, mehr Grammatik, aber dann mehr als genüge von amerikanischer Literatur bis hin zu Britischer von Shakespeare mit Macbeth (sehr gute Story, empfehlenswert). Ist ziemlich unterhaltsam, aber die Lehrerin ist die Beste; trinkt Café und fragt ob wir denn genauso müde sind, wie sie. Und dann machen wir anstelle von Interpretationen (anscheinend wird man in jedem Land verfolgt von diesem Geist, dem Geist der Interpretation) eine Video-Stunde mit lustigen Videos oder Hausaufgaben und so.

Mein zweites Fach ist Amerikanische Geschichte. Wo ich wirklich sagen muss, dieser Geschichtslehrer hat was drauf: pädagogisch, als auch im Kopf. Anstelle von dummen Quellen-Arbeiten, wo sich der Schüler meistens einfach nur die Frage stellt, ob das jetzt mit zu den Notizen gehört oder nicht, gibt er die Notizen als Lückentext vor und hat die Antworten an der Tafel und redet gleichzeitig darüber. Also haben wir hier eine visuelle, motorische und auditive Wiederholung des neu gelernten Stoffes. Ziemlich clever. Musste bei ihm noch kein einziges Mal lernen und stehe auf A (= 1,0). Find ich gut. (Nochmal Deutschland, so macht man´s richtig!)

Danach geht´s für mich immer zum Chor. Und ehrlich gesagt, fällt mir keine bessere Beschreibung für den Musiklehrer ein, als eine lustige Mischung aus Herrn Buchheim und der musikalischen Seite von Norman Grüneberg (schöne Grüße an die Beiden). Meine Herrn, der Typ weiß, wovon er redet. Und Otis hat so was echt nötig. Wir machen jetzt nicht so typische Chorgesangsstücke, sondern mehr A-Cappella-Versionen von Pop-Songs. Ich mag’s und hatte sogar die Ehre, bei einem Volleyball-Spiel und einem Football-Spiel in Otis die Nationalhymne mit zwei Mädchen zu singen. Da war ich schon sehr stolz auf mich.

Nun die vierte Stunde. Die ist mehr eine Art Lehrerhilfe, wo man einem Lehrer aushilft und so seine sozialen Kompetenzen verbessert. (Nochmal Deutschland, so wird´s gemacht!) Denn ich sehe darin mehr als nur das Potenzial, eine gute Hilfe zu sein und sich innerlich zu verbessern. Nein, durch solche Aktionen wirst Du aufs spätere Leben vorbereitet mit Praxis. Auf jeden Fall bin ich bei einer netten Lehrerein, die sich in einem Anbau der Hauptschule (also Zweitgebäude) um den Kindergarten kümmert. Und mein Gott, sind die knuffig, nett und lieb und einfach nur zum knuddeln. Auch wenn die Namen manchmal sehr interessant sind (Hunter, Jayden (Junge), Temparence (Mädchen) usw.).

Als fünftes Fach ist dann Chemie dran. Und wer mich persönlich gut kennt, der weiß genau, dass Chemie nicht meine erste Wahl gewesen wäre. War aber nichts anderes Interessantes da. Also musste ich es nehmen und ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie er es macht, unser halbblinder sau cool Typ von Chemielehrer. Aber, durch ihn hat sich der Schleier über dem Mysterium Chemie so halbwegs gelüftet und ich verstehe es nun endlich (okay, irgendwann ist auch gut mit dem Satz, letztes Mal also: So macht man´s Deutschland).

Danach gibt es dann Mittagspause von 45 Minuten mit einem sehr abwechslungsreichen und guten Essen, von Tacco, zu Burger über Spaghetti und zu Mac&Cheese und French Fried Chicken.

Also über das Essen hier in den USA darf man sich echt nicht beschweren, meine Herrn da ist wirklich fast alles lecker. Und selbst die irrwitzigsten Kombinationen wie zum Beispiel Eis mit Rootbeer also Malzbier, schmecken sehr interessant.

Nach der Mittagspause geht es dann in den Mathe Algebra 2 Unterricht, bei dem ich manchmal so den absoluten Durchblick habe und dann mir so im nächsten Augenblick denke, wie jetzt WWWAAASSS!?!?!?! Confused?!?! So aber ich halte mich immerhin auf einem guten B (= 2) mit dem Stoff, den ich kannte und den selbst meine Freunde in Deutschland noch nicht kennengelernt haben.

Danach darf ich mich in Sport dann endlich bewegen. Obwohl ich Sport eher auf rumalbern und Spaß haben einschränken sollte, denn es gibt hier in Sport keine Noten, also hat man einfach nur Spaß zusammen.

Und dann geht´s total stinkend und verschwitzt zum letzten Unterricht: Band. Und ehrlich gesagt; auch der langweiligste. Ich persönlich lerne nichts Neues. Die meisten hier haben so Bläserklasse-Pfiffige-Musikusse-Niveau. Und es gibt nur eine Flötisten, die wirklich gut ist und genauso gelangweilt wie ich. Schlussfolgerung: Timur gelangweilt, Aufgabe bekommen, Solo raussuchen. Jeder. Timur wird verrückt und muss bis April den Türkischen Marsch auf dem Sousaphon hinkriegen. Und dieses alte Stück Blech gefällt mir ja mal gar nicht, mir fehlt mein Balthasar, meine Tuba. Flenn, flenn.

Doch zum Weinen bleibt keine Zeit, denn danach fängt noch mehr Schweißvergießen an. Im Training. Anfangs American Football nun Basketball. Und Beides hält mich auf Trapp. Also, was wir in Deutschland als Training machen, ist ein Witz hier. Auf jeden Fall zwei Stunden volles Auspowern und zu Hause ankommen und essen und einfach nur halbtot ins Bett fallen. Hausaufgaben machen, am Handy oder am Computer spielen, um auszuklingen und dann schlafen. Dass ist so ein normaler Schultag.

Nun, ich habe am Anfang gesagt, fangen wir mit dem Dienstag an. Ich werde jetzt nicht für die restlichen Schultage den selben Text verwenden. Es kommen jetzt einfach welche übers Wochenende und so. Aber bis dahin, nicht vergessen:

Fortsetzung folgt …

„\“\#Happy 2016 #/“/“

Nun nur kurz zuvor, dieser Beitrag wird leider nicht so lang. Warum werdet ihr gleich lesen.

Also so viel ich Amerikanisches Weihnachten dem Deutschen doch bevorzugen würde, wegen seiner Pompösität (eigentlich kein Wort 😉 !), und auch wenn ich kein Weihnachtskonzert mit meinem Orchester erleben durfte, so war es hier doch schon ziemlich krass cool.

Doch nun zum eigentlichen Thema, mein Gott. Also Silvester kennen die ja so gut wie gar nicht. Also, mit Familie zusammenkommen und ins neue Jahr feiern, war da nicht so der Fall. Einige haben´s gemacht. Aber diese Zahl hat sich mehr als in Maßen gehalten. Ich kann nur sagen, dass es in Großstädten wie NYC definitiv anders aussah, aber hier aufm Land ist ja tote Hose. Selbst Halloween war noch mehr los und das war genauso wie Weihnachten, alle haben vorbereitet und gemacht und getan. Aber Neujahr?!?!?

Wer feiert das denn schon? Naja, ich hab´s ein bissel vermisst, mit meiner Ostsee Runde den Strand, die Leute und die gute Atmosphäre für den Rutsch ins neue Jahr zu feiern und zu genießen. Umso mehr freue ich mich aufs nächste Mal mit Euch.

Hab ja gesagt, dass dieser etwas kürzer sein wird, aber stets vergesst nicht:

Fortsetzung folgt…

Merry X-mas

Ho ho ho liebe Freunde,

na wart ihr denn auch alle schön brav? Gut ehrlich gesagt brauche ich ja diesen Satz ja nicht mehr zu sagen, denn Weihnachten ist ja schon mehr als vorbei.

Dennoch möchte ich euch nach dieser langen Schreibpause, einen Einblick auf die Festtage hier in den USA geben.

Also erst einmal so das Auffälligste: jeder hilft jedem, wo er kann. Bei der Dekoration, ich in der Kirche, Freunde bei der Schwester von Eddie und so weiter. Wahnsinn, was so in solchen kleinen Kommunen so möglich ist. Auf jeden Fall muss ich sagen, dass hier alles mehr und größer ist; wie halt in ganz Amerika :).

Was ich damit meine ist: man legt auf die Traditionen wert. Was mir persönlich sehr gefallen hat. Aber im Grunde habe ich sehr viele Gemeinsamkeiten erkannt: selber Tagesablauf, nur bis darauf, dass die Geschenke erst am 25.12 dran sind und nicht am 24. Dezember.

Das jedoch war kein Problem für mich. So weit so gut, meine Geschenke waren ziemlich gut, denn ich habe von Eddie T-Shirts und Socken bekommen, die mir alle ziemlich gut gefallen haben.

Warum ich jetzt nicht meine Eltern aufzähle und alle anderen? Weil deren Paket wegen „schlechten Wetterverhältnissen“ nicht geliefert werden konnte.

Nur als Beispiel, obwohl mein Paket definitiv teurer war zum rüberschicken, hat es in 4 Tagen die Haustür meiner Eltern erreicht, während ihr Paket eine Woche eher abgeschickt wurde erst am 2.1.2016!!!! angekommen ist. Also die Leute in San Franzisco, auf der anderen Seite Amerikas konnten sich freuen, das Paket wieder zurück nach Denver zu schicken. Auf jeden Fall habe ich mich auch sehr über das riesen Süßigkeitenpaket gefreut, dass dann von meinen Eltern ankam.

Wie immer Fortsetzung folgt…

Gedanken über das Weltgeschehen 2015

Hey Leute,

heute meine (subjektive) Meinung über ein sehr ernstes Thema. Es ist meine eigene Meinung. Respektiert und akzeptiert sie bitte. So wie ich Eure Meinung respektieren und akzeptieren werde.

Ein paar Worte zu Paris:

Ja, es ist ein tragisches Ereignis. Und ja, es sind viele Leute gestorben. Und ich bin zutiefst erschüttert darüber, was da passiert ist. Erst recht, da ich meilenweit von Paris entfernt bin und Frankreich an Deutschland angrenzt. Also ist die Wahrscheinlichkeit, falls etwas in Deutschland mit meiner Familie oder meiner Freundin passiert und ich nicht da sein kann, um sie zu beschützen, ziemlich groß. Vielleicht klingt das etwas bescheuert, aber das sind die Gedanken, die mir durch den Kopf gehen. Wenn ihr in meiner Situationen wärt, könntet Ihr das vielleicht verstehen.

Und das große Problem, was ich mit alledem habe, ist folgendes:

Es passiert nun das zweite Mal! Ich meine, die komplette Welt war Anfang des Jahres 2015 durch den Angriff in Paris auf die Zeitungsagentur Charlie Hebdo komplett schockiert. Es gab viel Gerede über das Thema, einige gingen in die richtige Richtung, die anderen dann wiederum nicht (prussst PEGIDA). Und obwohl ich nichts gegen diese Meinungen habe, ist der Grund der gleiche, warum das Attentat in Paris im November passiert ist. Die Regierungen in Europa schlafen regelrecht. Sie sprechen über Griechenland, Klimawandel und Co. Über ISIS wird diskutiert und geredet und keine Lösung gefunden. Wahrscheinlich bin ich, was das angeht, etwas zu Amerikanisch geworden. Aber, ich verstehe einige Dinge, die passiert sind und die wahrscheinlich noch in naher Zukunft passieren werden, nicht. Dieses Bündnis, das sich erlaubt zu sagen, wir sind nun ein eigener Staat und töten in dem Namen von GOTT?!?!?!? (how does this work?!) als Auflehnung gegen die Welt. Okay, wir haben einige kranke Typen an der Macht, die rumbluffen und sich aufplustern, wie ein Gockel im Morgengrauen, so wie dieser Kim Jong „Junge“ Un. Aber, dass sich eine Gruppe so hinstellen kann und mit ihren Öl Transaktionen so viel Geld zusammenschürfen kann, ist unfassbar. In diesem ganzen Spiel fehlt nur noch ein Mann mit zur Seite geglätteten Haaren, Schnurrbartquadrat unter der Nase und den rechten Arm erhoben.

Warum wacht die Welt nicht auf und erkennt, dass wir hier eine rassistische Gruppe haben, die einfach nur Krieg und Macht will?! Warum? Und ehrlich gesagt, ist es nun zu spät, jetzt irgendwas zu machen. Zu spät für „Wir gehen da mit Bomben rein“. Zivile Opfer und nicht so effektiv. Der Punkt ist, ISIS hatte nun unendlich Zeit, sich zu organisieren und die Macht zu übernehmen. Worüber? Wahrscheinlich bald über alles, vom Untergrund her. Überall einschleusen und dann irgendwann zuschlagen. Wie sonst kann man denn Kinder und Schüler aus den unterschiedlichsten Ländern so erfolgreich rekrutieren?! Achtet da etwa kein Staat drauf? Machen die einfach die Hände vors Gesicht und denken dann, wenn ich dich nicht sehe, siehst du mich auch nicht?

Ist vielleicht alles viel zu naiv gedacht und klingt sehr plump zu sagen: von vornherein ausradieren. Aber, das sage ich ja nicht mal. Spätesten nach der Zerstörung uralter menschlicher Architektur müsste doch jedem definitiv klar sein, dass die vor Garnichts Respekt haben.

Bitte verurteilt mich nicht für meine eigene Meinung von weit weg aus Amerika. Das ist, was ich über all das denke und fühle. Ich empfinde Sorge um die, die mir Nahe stehen und fürchte, was kommen mag. Und ich hoffe, dass alles gut werden wird.

Fortsetzung folgt….